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Warum du deinen Wert als Mama niemandem beweisen musst…

von | 1.09.19 | Mama-Wissen

… und deine Kinder auch nicht

    ❓Wie oft in deinem Alltag kommt es vor, dass du deine eigenen Bedürfnisse übergehst? Oder sie vielleicht nicht einmal kennst?

    Wie oft denkst du, du müsstest dich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, weil das von dir erwartet wird? 

    Wie oft sagst du ja und meinst eigentlich nein?

    Was sind Ursachen für dein Verhalten? 

    Die möglichen Ursachen sind sicher vielfältig und ich habe einige Theorien woher dieses Verhalten kommen könnte. (kommentiere gerne, wenn dir noch mehr mögliche Ursachen einfallen 😉)

    1. Dir gehts NIE so

    Vielleicht gehörst du zu denen, die der Meinung sind, nie über ihre Grenzen zu gehen und sich sehr gut abzugrenzen.

    Nur ist das tatsächlich so? Fühlst du dich wirklich nie gestresst und überfordert von den Anforderungen im Mama Alltag? Machst du alles mit links? Oder lebst du mehr Schein (im Aussen) als Sein (im Innen)? 

    Vielleicht merkst du es gar nicht mehr, wenn du über deine Grenzen hinweg gehst und spürst deine eigenen Bedürfnisse nicht (siehe auch Punkt 3). Vielleicht hat sich das Muster des “Funktionierens (für Andere)” bei dir auch schon völlig verselbständigt…

    2. Du grenzt dich doch super ab! 

    Setzt du Grenzen vor allem deinen Kindern gegenüber, traust dich aber nicht, deinem Partner welche zu setzen? Oder machst du es umgekehrt? Setzt du Grenzen besonders in deinem beruflichen Alltag und zuhause übergehen deine Kinder dauernd deine Grenzen (lies hier wie du richtig Grenzen setzen kannst…)? Manchmal kann ein zu viel auf einer Seite auch der Versuch sein, ein zu wenig auf anderen Seiten zu kompensieren…

    Und es ist nicht nur entscheidet, ob du die Grenzen einseitig setzt, sondern auch wie du sie kommunizierst: bleibst du wertschätzend dem anderen gegenüber? Oder “knallst” du deine Grenzen der anderen Seite einfach “vor den Latz”?

    3. Deine eigene Unsicherheit – darfst du nein sagen? 

    Vielleicht hast du die Erfahrung gemacht, dass du als Kind schon immer gehorchen solltest. Zuhause und in der Schule waren “brave” Kinder gefragt. Keine, die ihre Meinung, ihre Wünsche oder sogar ihren Willen geäussert haben. Das hast du dir dann irgendwann abgewöhnt und vielleicht hast du dir sogar irgendwann abgewöhnt, diese tiefliegenden Bedürfnisse und Emotionen überhaupt wahrzunehmen.

    Du fühlst dich in deinem Alltag meist fremdgesteuert und siehst dich auch oft als Opfer der Umstände (“dauernd will jemand etwas von mir”, “wie soll ich es allen Recht machen?”): weil du das Gefühl hast (für andere) funktionieren zu müssen. Weil du denkst, dass andere das von dir erwarten…
    Umgekehrt führt das dann dazu, dass du genau diesen Druck – “funktionieren zu müssen” – auch an deine Kinder weitergibst. Natürlich nicht bewusst, aber z.B. mit deiner Haltung, dass die Kinder an deiner Laune / Angespanntheit / deinem Stresslevel Schuld sind, weil sie zu laut sind, zu viel streiten, zu unordentlich sind und/oder nicht auf dich hören… 

    4. Suche nach Bestätigung im Aussen

    Alles was du von klein auf wolltest war Liebe und Anerkennung. Das Gefühl, dass du etwas wert bist. Du wolltest wertgeschätzt werden und allzu häufig war das mit deiner Leistung verknüpft: so war z.B. eine gute Schulnote ein Garant für freudige Eltern oder vielleicht sogar Geschenke. So wurdest du von Beginn an darauf konditioniert, Leistung und Anerkennung miteinander zu verknüpfen: wenn ich gut genug funktioniere / mich gut genug verhalte, dann werde ich gelobt / erhalte ich Anerkennung / Liebe.
    Das ist die Grundlage für eine rein extrinsische (also von aussen gesteuerte) Motivation… Inzwischen gibt es zahlreiche Studien, die belegen, dass eine solche Art der Motivation nicht von Dauer ist und sogar schon kurzfristig zu schlechteren Ergebnissen führt als jede intrinsische Motivation (also etwas zu tun, um des Tuns willen -> dafür müsstest du natürlich erstmal wissen, was du willst, siehe Punkt Nr. 3).

    5. Mangelnder Selbstwert – mangelnde Selbstliebe

    Alles mündet darin, dass du tief in dir drin an deinem eigenen Wert zweifelst. Solange du dich selbst nicht wertschätzend behandelst, werden es andere Menschen auch nicht immer tun. Es ist wichtig, dass du dich selbst wertschätzt!

    Du bist die einzige Person, die dir die Wertschätzung geben kann, die du brauchst!

    Anna Binic

    Das heisst sicherlich auch in manchen Situationen, dass du es dir auch wert bist, dich nach aussen abzugrenzen. Dass du auch wertschätzend Meinungen und Ratschläge anderer ablehnen kannst – und das ganz ohne dem anderen gegenüber persönlich zu werden. Es geht nämlich nicht darum, anderen dann “eins rein zu würgen” und sich über sie zu stellen. Niemand ist besser oder schlechter als andere Menschen. Jeder gibt in jedem Moment sein Bestes.

    Was kannst du tun, um deinen eigenen Wert wieder zu erkennen? 

    1. Achtsamkeit

    Ja ich weiss, ich bin auch kurz davor, dass ich den Begriff nicht mehr lesen möchte und doch finde ich keine passenderen Ausdruck als genau dieses Wort: Achte auf deine Gedanken und Gefühle!

    Nimm dir einen Moment und höre und spüre mal genauer in dich hinein! Achte darauf, ob es dir gut geht mit den Entscheidungen die du triffst oder ob manchmal doch der Bauch grummelt, der Brustkorb eng wird, die Schultern schwer oder die Atmung flach… Alles körperliche Anzeichen dafür, dass es DIR nicht gut geht… Und dann finde heraus, was dich da so bedrückt…

    2. Präsenz (eine Art Mini-Meditation) 

    Du bist ja meistens, wenn du etwas tust, im Kopf schon bei der nächsten Aufgabe oder sogar schon die kommenden Tage am planen.
    Nimm dir mehrmals am Tag Momente, in denen du ganz im Hier und Jetzt bist. Hole deine Gedanken, wenn sie abschweifen (ja das wird zu Beginn vermutlich dauernd passieren!!) immer wieder zurück und fokussiere dich auf das, was jetzt in diesem Moment gerade passiert und ist! (Ja es macht Sinn in diesen Momenten Handy, Telefon und sonstige Ablenkungen wie Radio / TV ganz weg zu legen bzw. auszuschalten…)

    3. Ehrlichkeit

    Sei gnadenlos ehrlich mit dir! Es ist sehr wahrscheinlich, dass du emotionale Konfliktsituationen jetzt viel bewusster wahr nimmst. Du möchtest beispielsweise etwas für dein Kind oder deinen Partner tun, weil du sie liebst, merkst aber, dass du schon völlig am Limit bist und auch dein Bedürfnis nach Ruhe und Erholung gestillt werden möchte. Oder du merkst, dass du viel zu übertrieben in deiner Abgrenzung warst und zu sehr mit dir selbst beschäftigt. Dass es jetzt wieder Zeit ist, sich den Liebsten in deinem Umfeld zu öffnen und sich auch mal ganz ihren Bedürfnissen zu widmen.

    Nimm dieses Spannungsfeld bewusst wahr, triff eine Entscheidung (für diesen einen Moment, in jedem anderen kannst du neu wählen…) und bleib egal wie sie ausfällt liebevoll mit dir. (keine Vorwürfe und ach hätte ich doch xy gemacht… )

    4. Liebevolles Annehmen

    Bleib in jedem Moment liebevoll mit dir (und natürlich auch anderen). Wertschätze dich selbst dafür, dass du immer dein Bestes gibst! 

    Die Tatsache, dass du hier bist und meine Artikel liest, zeigt auch, dass du bereit bist, neue Gedanken und Veränderung zuzulassen. Öffne dich für neue Ideen und bleib flexibel. Es ist ok, wenn es an einem Tag besser klappt und es ist auch ok, wenn es an einem Tag weniger gut klappt.

    Du bist wertvoll, genau so wie du bist!

    Wie du genau damit – ganz nebenbei – auch deinen Kindern hilfst

    Je mehr du es schaffst, deinen eigenen Wert anzuerkennen – unabhängig von Erwartungen und Meinungen Anderer – desto mehr wirst du automatisch den individuellen Wert deiner Kinder erkennen (falls du dir alleine damit schwer tust, dann trage dich ganz unverbindlich in der Warteliste für mein neues Coaching Programm ein)!

    Du wirst sehen, wie wertvoll und einzigartig sie sind – genau durch ihre jeweiligen Eigenheiten. Du wirst erkennen, dass es völlig egal ist, wie gut oder weniger gut sie in ein vorgegebenes System (z.B. Schule) passen oder nicht passen. Du wirst auch ihnen nach und nach den Druck nehmen, auf eine bestimmte Art “sein zu müssen”, die ihnen nicht entspricht. Du wirst sie bestärken können, so zu sein wie sie sind. Du wirst ihnen das Gefühl geben, gut zu sein, genauso wie sie sind ❤️

    ❤️ Und sie werden sich dadurch selbst so annehmen und lieben wie sie sind ❤️

    Alles Liebe,

               deine Anna

    PS: Geteilte Mamaliebe ist doppelte Mamaliebe – Wenn du beim Lesen des Artikels etwas für dich mitnehmen konntest, freue ich mich sehr, wenn du ihn teilst. Ich 🙏🏼 dir von ❤️
    PPS: Wenn du auf der Suche nach Unterstützung bist und keine Gleichgesinnten in deinem persönlichen Umfeld kennst, dann freue ich mich sehr, dich in meiner geschlossenen Gruppe begrüssen zu dürfen. Dort sind schon viele Mamas, die ihre Kinder intuitiv-liebevoll begleiten möchten. Schau doch auch mal rein 🌸
    Anna Binic

    Anna Binic

    Ich bin leidenschaftliche Mama-Kind-Beziehungs-Versteherin und genau deswegen auch begeistert Mama Coach.

    Mit meinem Blog möchte ich dir als Mama dabei helfen, mehr über kindliche Entwicklung aus einer aktuellen psychologichen Perspektive zu erfahren und neue Lösungswege für deine Herausforderungen im Familienalltag zu erkennen. 

    Ich wünsche mir, dass jede Mama ihren Alltag intuitiver, empathischer und bewusster lebt und so ihren ganz eigenen Weg der intuitiv-liebevollen Begleitung mit ihren Kindern geht ❤️

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