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13 min Lesezeit

Meine Geburt als Mutter

von | 18.04.19 | Wahre Mama-Geschichten

Nebenwirkungen:

Ängste, Hilflosigkeit und

extreme persönliche Weiterentwicklung

In aller Kürze

Die Geburt meiner Tochter stellte mein Leben komplett auf den Kopf – erwartete ich doch eine völlig problemlose Schwangerschaft und später auch einen harmonischen und liebevoll-glücklichen Familienalltag mit meiner Tochter. Meine Idee war, dass sie sich auch schon früh fremd-betreuen lassen sollte. Ich wurde von meiner Tochter schnell eines Besseren belehrt: fremd-betreuen gibts nicht (sie fremdelte vorsorglich gleich mal mit 3 Monaten, um mich nicht auf falsche Ideen zu bringen) und Mama ist die Beste… die sich manchmal auch einfach eine Pause gewünscht hätte. Trotz der Liebe, Dankbarkeit und schönen Momente fühlte ich mich in dieser Zeit oft hilflos, überfordert, gestresst, kraftlos und traurig. Genau an diesen Herausforderungen bin ich persönlich sehr gewachsen und habe meine Berufung als Mama Coach gefunden. Mit viel Verständnis, Einfühlungsvermögen und Ehrlichkeit helfe ich DIR dabei, deinen eigenen Weg zu finden – und du kannst es sogar leichter und schneller haben als ich.

Die Reise zur Mutterschaft beginnt

Die Schwangerschaft mit meiner Tochter war nicht meine erste Schwangerschaft (vielleicht schreibe ich darüber mal an anderer Stelle) und gerade deswegen startete ich mit gemischten Gefühlen. Die überschwängliche Freude wurde phasenweise von einer Unsicherheit und Ängstlichkeit überschattet. Besonders bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich sie spüren konnte, lebte ich ein wenig von Ultraschalltermin zu Ultraschalltermin. Ich war immer zuversichtlich, dass schon alles gut sein wird, nur diffuse Ängste und Sorgen – besonders davor, selbst etwas falsch zu machen – hatte ich immer im Gepäck dabei.

Endlich ist sie da!

Anders als erwartet kam meine Tochter “zu spät”. Ganze 11 Tage waren es am Ende. Dennoch, war sie kein extrem grosses oder schweres Baby. Vermutlich war also der Geburtstermin nicht ganz richtig berechnet und ich bin froh, dass ich keine Einleitung brauchte. Die Geburt verlief leider nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich fühlte mich sehr hilflos und auf mich alleine gestellt. Am Ende konnte ich aufgrund der super sitzenden PDA (ich habe wirklich NICHTS gespürt) bei den Wehen nicht mitmachen (meine Muskeln habe ich auch nicht mehr gespürt ) und so kam auch noch die Saugglocke zum Einsatz. Die Erleichterung war unglaublich gross, als unsere Tochter dann endlich auf der Welt war und ich sie im Arm halten konnte. Auch das Stillen hat von Anfang an gut funktioniert, wofür ich unglaublich dankbar war.

Mein Start als Löwenmutter

Die erste Nacht gemeinsam im Krankenhaus schlief ich vielleicht 2 Stunden. Ich konnte meine Tochter nicht aus dem Arm legen. Musste sie dauernd ansehen. Konnte nicht glauben, dass ich eben erst einen kleinen Menschen auf die Welt gebracht habe, der nun so abhängig von mir war. So bekam ich auch den wunderschönen Sonnenaufgang mit, den ich aus dem Fenster mit Seeblick wunderbar verfolgen konnte. Ich merkte schon früh, dass mein Mutterinstinkt besonders stark war. So wollte ich beispielsweise meine Tochter nachts nicht weggeben, um in Ruhe schlafen zu können. Auch wenn dies sicherlich ein fürsorglich gemeinter Ratschlag der Krankenpflegerinnen war, konnte ich mich darauf nicht einlassen. Mein Baby in fremde Hände zu geben nachdem es 9 Monate in meinem Bauch verbracht hatte und nur mich wirklich kennt: bestimmt nicht. Es würde sich für mich anfühlen, als würde ich meine Tochter im Stich lassen. Und so war von Beginn an einer meiner Glaubenssätze als Mama: ich muss stark sein für meine Tochter und uns verteidigen wie eine Löwenmutter.

Innere Kämpfe bei Mutter und Tochter

Die ersten Wochen und Monaten zuhause waren geprägt von einem Auf und Ab. Unsere Tochter schrie abends sehr viel, vermutlich um ihre Geburt zu verarbeiten (Warum “Koliken” meist gar nicht unbedingt die Ursache sind und welche es sonst noch gibt, kannst du hier nachlesen) und ich trug sie stundenlang in der dunklen Wohnung spazieren. Überhaupt trug ich sie die ersten Monate dauernd in einer Trage. Dort war sie am ruhigsten. Während andere Kinder gerne und ausgiebig Kinderwagen fuhren, hasste sie es. Ich ging nie ohne die Trage aus dem Haus. Im Kinderwagen fuhren meistens die Einkäufe. Zudem machten wir zu Beginn einige Male den Fehler mit ihr an belebte Orte (z.B. Einkaufszentrum am Samstag) zu gehen. Das war auch einfach zu viel für sie. Ich musste lernen mit ihrer Feinfühligkeit umzugehen. Besonders damit, dass sie bereits mit 3 Monaten zu fremdeln begann und zu niemandem auf den Arm wollte – ausser zu mir und ihrem Papa….

Für immer “gefangen” in der Mama Rolle?

… Da war es also, mein Hauptthema, meine grösste Angst: keine Zeit mehr für mich zu haben (NIE MEHR 😜). Sie wiederum hatte panische Angst und konnte sich überhaupt nicht beruhigen, wenn ich auch nur versuchte, sie in fremde Hände zu geben. Und so verzögerte sich mein Psychologie-Studium und das zugehörige Praktikum immer weiter nach hinten. Die erste Krippeneingewöhnung mit einem Jahr schlug völlig fehl. Von den Erzieherinnen dort – die wenig empathisch waren – wurde mir auch noch ein schlechtes Gewissen gemacht aufgrund ihrer fehlenden Erfahrung mit Fremdbetreuung (mit 1 Jahr 🤔). Ich fühlte mich so schlecht… Sie dort lassen zu müssen, während der Eingewöhnung, an einem Ort an dem sie offensichtlich überhaupt nicht verstanden wurde. Die fehlende Empathie der dortigen Mitarbeiterinnen führte schlussendlich auch dazu, dass wir sie dort abmeldeten und die Eingewöhnung abbrachen. Mein Praktikum verschob ich auch…  zum zweiten Mal und dieses Mal auf unbestimmte Zeit. 

Wie meine Hilflosigkeit zu meiner Berufung wurde

Tatsächlich schaffte ich zu guter Letzt alles: Ich habe mein Praktikum gemacht und mein Psychologie Studium erfolgreich abgeschlossen. Er war nicht immer einfach und es gab einige Stolpersteine. Dadurch machte ich allerdings auch eine grosse persönliche Entwicklung. Ich fühlte mich so manches mal vollkommen überfordert, hilflos oder einfach nur traurig. Dazu kam eine generelle Erschöpfung und Kraftlosigkeit. Permanent fühlte ich mich gestresst: von den Erwartungen Anderer, meiner Tochter und vermutlich am meisten von meinen Eigenen. Ich fand meinen Weg schliesslich nach Jahren des herum Probierens und Ratgeber Lesens. Auf diesem Weg merkte ich besonders eines: andere Mütter sollen es nicht so hart und mühsam haben wie ich. Deswegen möchte ich jeder Mama, die dazu bereit ist, persönlich dabei helfen, ihren ganz eigenen, individuellen Weg zu finden – und das ganze schneller, leichter und mit mehr Spass als es das für mich war.

Alles Liebe,

           deine Anna

PS: Falls es dir auch manchmal so geht und du gerne ein wenig Klarheit in deine Verwirrung bringen möchtest, kannst du dir hier ein kostenfreies Mama-Bedürfnisgespräch mit mir buchen ☕️
PPS: Geteilte Mamaliebe ist doppelte Mamaliebe – Teile meinen Artikel gerne, wenn er auch anderen Mamas helfen soll. Ich 🙏🏼 dir von ❤️
Anna Binic

Anna Binic

Ich bin leidenschaftliche Mama-Kind-Beziehungs-Versteherin und genau deswegen auch begeistert Mama Coach.

Mit meinem Blog möchte ich dir als Mama dabei helfen, mehr über kindliche Entwicklung aus einer aktuellen psychologichen Perspektive zu erfahren und neue Lösungswege für deine Herausforderungen im Familienalltag zu erkennen. 

Ich wünsche mir, dass jede Mama ihren Alltag intuitiver, empathischer und bewusster lebt und so ihren ganz eigenen Weg der intuitiv-liebevollen Begleitung mit ihren Kindern geht ❤️

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