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Warum es so wichtig ist, deine Intuition wiederzubeleben…

von | 15.05.19 | Mama-Wissen

… und wie du damit deinen Familienalltag leichter machst

    In aller Kürze

    In diesem Artikel erfährst du, was genau ich unter Intuition verstehe und wie ich sie von mangelnder Impulskontrolle abgrenze. 

    Um deine Intuition im Alltag wieder zu beleben und dadurch einen leichteren Familienalltag zu erleben, können dir folgende 4 Schritte helfen: 

    1. Achtsamkeit – Halte inne und spüre in dich hinein
    2. Verstehen –  Versetze dich in die Perspektive deines Kindes und fühle
    3. Hinterfrage deine Motivation – Was möchtest du wirklich?
    4. Entwerfe deinen Wunsch-Familienalltag

    Intuition ist kein ganz klarer Begriff. Je nachdem, wen man fragt, wird ganz unterschiedliches unter Intuition verstanden. Manchmal wird darunter generell impulsives Verhalten zusammengefasst. Ich unterscheide diese – häufig durch mangelnde Impulskontrolle entstandenen – Übersprungshandlungen von Intuition: Ich meine damit die ganz feinen unbewussten spontanen Gefühlsregungen, die mit dem Verstand nicht zu erklären sind.

    Laut duden wird Intuition folgendermassen definiert:

    1. “das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts oder eines komplizierten Vorgangs“
    2. “Eingebung, [plötzliches] ahnendes Erfassen”

    Wir leben heute in einer Welt, die überwiegend vom Kopf und Verstand gesteuert ist. Viele von uns haben den Zugang zu ihren Emotionen und damit auch zu ihrer Intuition verloren. Wie dir aber gerade das Wiederbeleben deiner Intuition, den Alltag mit deinen Kindern leichter machen kann zeigen dir die folgenden 4 Schritte. 

    1. Schritt: Achtsamkeit – Halte inne und spüre in dich hinein

    Nimm dir die Zeit, dein eigenes Bauchgefühl wieder kennen zu lernen. Zu oft gehen wir im Alltag einfach über unsere (Gefühls-)Regungen und agieren, funktionieren und handeln, aber spüren uns nicht mehr. Dabei könntest du mit Hilfe deiner Intuition sehr schnell wahrnehmen, welche Dinge in deinem Familienalltag sich überhaupt nicht richtig für dich anfühlen und auch welche Dinge sich schon richtig gut für dich anfühlen. So kannst du deine Intuition als Wegweiser für deinen Wunsch-Familienalltag benutzen.

    Folgende Fragen können dir im Alltag helfen, um achtsamer und bewusster mit deinen Emotionen zu werden:

    • Was fühlst du gerade?
    • Ist es ein angenehmes Gefühl?
    • Was könnte die Ursache für das Gefühl sein?
    • Wie würdest du jetzt am liebsten – aufgrund deiner Intuition – aus dem Bauch heraus handeln?

    Für dich als Mama ist es natürlich sehr wichtig zu wissen, dass Kinder noch viel intuitiver und rein emotional handeln (je kleiner das Kind desto intuitiver das Verhalten). Du kennst vielleicht auch die Momente in denen du das Verhalten deines Kindes einfach nicht verstehen kannst – und egal wie sehr du ihm erklärst, warum es dies oder das nun tun oder nicht tun soll, es scheint nicht bei ihm anzukommen. Und entgegen der häufigen Auffassung, dass das Kind einfach nicht hören möchte oder trotzt oder bockt, liegt hier eine völlig andere Motivation zugrunde.

    Kinder leben in einer emotionalen Welt und nicht in einer rationalen. Deswegen kommen deine logischen Argumentationen beim Kind auch nicht an bzw. bewirken sogar eine Verstärkung seiner emotionalen Reaktion. Und das Missverständnis ist vollendet: ihr fühlt euch beide unverstanden…

    2. Schritt: Verstehen – Versetze dich in die Perspektive deines Kindes und fühle

    Die einzige Möglichkeit, um solche Situationen zufriedenstellend aufzulösen ist wiederum Achtsamkeit (auch deinen eigenen Emotionen in dieser Situation gegenüber) und in einem zweiten Schritt das Verstehen deines Kindes. Hierfür versetzt du dich in die Perspektive deines Kindes und versuchst zu verstehen, worum es eigentlich wirklich geht – du blickst hinter das Verhalten deines Kindes:
     
    • Wie fühlt sich dein Kind wohl gerade?
    • Welche (emotionalen) Bedürfnisse deines Kindes sind in diesem Moment nicht befriedigt?
    • Wie kannst du es unterstützen oder ihm Raum geben?
    • Wie findet ihr eine Einigung, die den Bedürfnissen und der Situation entspricht?

    „Das wahre Wissen kommt immer aus dem Herzen.“

    Leonardo da Vinci
    Durchs bewusst werden und verstehen lösen sich Konfliktsituationen wie folgende natürlich nicht so einfach auf: Meinungsverschiedenheit über Kleiderwahl auf dem Weg aus dem Haus, Kind beschimpft dich, Kind schimpft über das Essen etc…. Nur was tun, wenn in dir selbst die Wut brodelt oder die Enttäuschung über dich schwappt. Es ist so einfach in alte Muster zu fallen und das Kind zurecht zu weisen. Ihm zu sagen, dass “man” das so nicht macht, dass es zu gehorchen hat. Nur was hast du damit bisher erreicht? Mehr Harmonie, Verständnis und Liebe im Alltag? Oder doch immer wieder die gleichen Streitigkeiten? Also, ich würde sagen, wir schauen uns mal die Alternativen an. Und dafür starten wir mit deiner Motivation…

    3. Schritt: Hinterfrage deine Motivation – Was möchtest du wirklich?

    Im Eifer des Gefechts ist es dir sicher schon mal passiert, dass du dein Kind barsch zurechtgewiesen oder sogar bestraft hast. Nur mit welchem Ziel? Was war deine Motivation dahinter? Denn genau hier ist der Punkt an dem die Intuition – oder in diesem Fall eher die impulsive Übersprungshandlung – dringend mit deinem Kopf zusammen arbeiten sollte. Denn wieso würdest du auch noch an dem Streit festhalten wollen? Eigentlich möchtest du ihn doch beenden, oder nicht? 😉

    Halt dich zurück, atme kurz durch und überlege dir Antworten auf die Fragen:

    • Kannst du den Streit los lassen?
    • Falls nein: warum nicht?
    • Kannst du die emotionale Reaktion deines Kindes begleiten? Ihm dabei ein Vorbild sein?
    • Falls nein: warum nicht?

    Bei diesen Fragen geht es ein wenig ans “Eingemachte”. Es können ganz unterschiedliche Themen bei dir dadurch hochkommen. Mach gerne immer weiter mit dem Warum fragen (also z.B. Warum ist mir xy so wichtig, warum verletzt mich das Verhalten meines Kindes so, etc.), bis du beim Emotionskern angekommen bist. Du wirst spüren, wenn du dort angekommen bist, weil dir vermutlich in dem Moment die Tränen kommen werden oder du zumindest eine Betroffenheit spüren wirst (das ist ganz davon abhängig, wie verbunden du mit deinen Emotionen bist). Dieser Kern ist der Punkt, an dem du arbeiten darfst, um die Äusserungen und Verhaltensweisen deines Kindes nicht mehr so persönlich zu nehmen. (Vielleicht ist das auch ein Punkt, an dem du gerne meine Unterstützung hättest. Hierfür biete ich dir sehr gerne mein kostenfreies Mama-Bedürfnisgespräch an 🎁). 

    Die Schritte 1-3 kannst du für jegliches Thema in deinem Familienalltag anwenden, das dich stört. Am hilfreichsten ist es, wenn du dir die Erkenntnisse irgendwo notierst. Du wirst bestimmt irgendwann Parallelen in deinem Verhalten – deine Verhaltensmuster – oder auch Verhaltensmuster deines Kindes erkennen. Und wenn dir dabei sogar noch potentielle Auslöser auffallen (bei Kindern sind es auch oft einfach die Klassiker: zu müde, zu hungrig, zu körperlich oder geistig erschöpft), dann hast du schon die halbe Miete, um deinen Familienalltag in Zukunft anders zu gestalten.

    Ein weiterer Schritt, der unglaublich wichtig ist, ist deine Klarheit über deine Ziele: wie wünschst du dir eigentlich deinen Familienalltag?

    4. Schritt: Entwerfe deinen Wunsch-Familienalltag

    Möglicherweise hast du dir darüber noch nie Gedanken gemacht – oder zumindest nicht mehr seit du durch die Geburt deiner Kinder auf den Boden der Realität zurückgeholt wurdest (so wie ich nach der Geburt meiner Tochter). Vielleicht bist du wie viele darauf konditioniert immer nur nach den Problemen zu suchen. Ich möchte dich gerne dazu animieren zu einem Traum-, Wunsch- und Lösungsspürhund zu werden. Wenn du mit deinem Wunsch-Familienalltag klar bist und ihn bildhaft vor dir siehst, spürst, riechst und schmeckst, dann wird er in deinem Unterbewusstsein abgespeichert. Und das hilft dir wiederum dabei in zukünftigen Situationen intuitiv die zu deinem Wunsch-Familienalltag passenden Entscheidungen zu treffen und Verhaltensweisen zu zeigen.

    • Was sind deine/eure Familienwerte (hier auch gerne mit dem Partner mal überprüfen, ob ihr in die gleiche Richtung steuert)?
    • An welchen Stellen könnte euer Alltag noch harmonischer und liebevoller werden?
    • Wenn alles möglich wäre, wie sollte euer Familienalltag aussehen und sich anfühlen? Was würdet ihr tun und wie würdet ihr miteinander umgehen?
    • Passen die Familienziele zu deinen persönlichen Zielen/Wünschen? Und kennst du deine Ziele/Wünsche überhaupt?

    Eine grosse Hilfe auf dem Weg der Veränderung sind immer Gleichgesinnte, die dich dabei unterstützen. Manchmal braucht das direkte Umfeld ja ein wenig, um zu erkennen, dass ein neuer Weg eben genau der Richtige ist. Auch darüber habe ich mir Gedanken gemacht und habe für dich einen Ort geschaffen, an dem du dich mit gleichgesinnte Mamas, die ihre Kinder intuitiv-liebevoll begleiten möchten, in einer geschlossenen Gruppe austauschen kannst. Ich würde mich sehr freuen, dich dort begrüssen zu dürfen.

    Alles Liebe,

               deine Anna

    PS: Geteilte Mamaliebe ist doppelte Mamaliebe – Wenn du beim Lesen des Artikels etwas für dich mitnehmen konntest, freue ich mich sehr, wenn du ihn teilst. Ich 🙏🏼 dir von ❤️
    Anna Binic

    Anna Binic

    Ich bin leidenschaftliche Mama-Kind-Beziehungs-Versteherin und genau deswegen auch begeistert Mama Coach.

    Mit meinem Blog möchte ich dir als Mama dabei helfen, mehr über kindliche Entwicklung aus einer aktuellen psychologichen Perspektive zu erfahren und neue Lösungswege für deine Herausforderungen im Familienalltag zu erkennen. 

    Ich wünsche mir, dass jede Mama ihren Alltag intuitiver, empathischer und bewusster lebt und so ihren ganz eigenen Weg der intuitiv-liebevollen Begleitung mit ihren Kindern geht ❤️

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    1. Endlich richtig Grenzen setzen - Anna Binic | begeistert Mama Coaching - […] ratsamer mal eine Zeit zu schweigen und ruhig bei ihm zu bleiben. Höre hier am besten auf deine Intuition…
    2. Warum es wichtiger ist, dein Kind zu bestärken anstatt es nur zu beschützen - Anna Binic | begeistert Mama Coaching - […] übrigens darauf, Ängste und Sorgen zu schüren…) suggerieren. Achte auf dein Kind und auf deine Intuition. Stelle dir immer…

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