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10 Tipps für eine entspannte und lustige (Vor-)Weihnachtszeit

von | 1.12.19 | Mama-Wissen

    «Ahhhh…», habe ich am letzten Freitag im November gedacht, «… es ist ja gleich schon Adventszeit.» Ich bin dieses Mal nämlich echt schlecht vorbereitet… Nun ja, dann kommt der Adventskalender (wenn ich ihn überhaupt noch finde 😬) eben paar Tage später…

    Es ist ok, damit kann ich umgehen. Die Kinder dürfen halt dann etwas später starten. Letztes Jahr habe ich mir den Adventskalender gleich komplett gespart 🤷🏻‍Und auch das ist ok. Es war mir einfach zu viel…

    Ich merke nur, dass selbst so eine kleine Entscheidung (eine Entscheidung für mich, um mir Stress zu nehmen) vielen Mamas wahnsinnig schwer fällt. Weil sie immer ihre Kinder an erste Stelle setzen. Und das ist auf Dauer auch noch echt ungesund (siehe auch meinen Artikel vom November 2019: Was der Stress im Alltag mit dir als Mama macht…).

    Heute habe ich für dich 10 Tipps zusammen gestellt, die euch als Familie die Adventszeit entspannter und vielleicht sogar lustiger machen können. Mich würde natürlich interessieren, welcher der Tipps, dir am meisten weiter hilft! Kommentiere gerne oder schreibe mir.

    1. Werde bewusster im Alltag

    Es ist so wichtig, dass du dich gerade in der stressigen Adventszeit immer wieder mit dir selbst beschäftigst. Fragen wie «Wie geht es mir gerade?» und «Wie fühle ich mich?» darfst du in dein tägliches Standardrepertoire aufnehmen.

    Ja und das ist tatsächlich gerade dann wichtig, wenn du dich in der Adventszeit doch primär um andere kümmern möchtest. Denn dafür brauchst du Energieressourcen, die du regelmässig überprüfen darfst.

    Eine tolle Möglichkeit, wie du das täglich ganz schnell und einfach tun kannst, zeige ich dir in meinem 3-teiligen MamaCheckIn Videokurs. Den kannst du dir ganz einfach als Geschenk holen.

    2. Gib Aufgaben ab und lass los

    Wenn sich deine ToDos und Termine zu einem hohen Berg auftürmen: priorisiere die Aufgaben und überleg bei jeder Aufgabe, ob die auch jemand anders erledigen könnte oder ob sie überhaupt / jetzt erledigt werden muss.

    Natürlich wird die Aufgabe dann anders umgesetzt… Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass sie besser umgesetzt werden oder mindestens überraschender 😉 Und du hast Zeit für andere wichtige Dinge. Wie z.B. Punkt Nr. 5!

    3. Vertraue, dass die Zeit auch dann schön wird, wenn du nicht alles kontrollierst

    Loslassen ist dazu auch noch ein Stichwort, das mir einfällt. Du brauchst nicht das perfekte Weihnachtsfest planen mit 3-gängigem Menü und Zeitplan, wann es welchen Gang und wann es Bescherung gibt.

    Es ist ganz einfach: je mehr Abhängigkeiten du einplanst (Anzahl Gänge, Zeitpläne, Anwesenheit bestimmter Gäste etc.) desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit enttäuscht zu werden.

    Nimm Weihnachten den Druck und geniess es so wie es kommt. Du wirst viel schönere Tage erleben, wenn du sie nicht mit einer zu hohen Erwartungshaltung völlig überfrachtest.

    Denn selbst, wenn alles gut läuft und klappt, kann das passieren: Du bist enttäuscht und niedergeschlagen, obwohl doch alles perfekt war. Das lässt darauf schliessen, dass du dir einfach zu viel Druck und Stress gemacht hast. Dadurch bist du durch die Tage gehetzt, aber warst gar nicht richtig da, um die Zeit mit deinen Liebsten zu geniessen.

    4. Triff nur Menschen, die du wirklich gerne um dich hast

    Ein herausfordernder Punkt für viele Menschen, die besonders zur Weihnachtszeit noch weniger Andere vor den Kopf stossen wollen. Nur ganz ehrlich: es hat niemand was davon, wenn du dich opferst, weil du entweder keine Lust oder keine Zeit hast, um dich mit ihm/ihr zu treffen.

    „When we sacrifice our needs for the other we can actually trigger pain for them.“
    – K. Bryson

    Bleibe authentisch, bleib bei dir und sage freundlich und bestimmt «Nein, danke. Ich kann leider nicht.». Du brauchst nichts erklären, halte es kurz und knapp.

    Es wäre viel fataler, wenn du dich dazu hinreissen lässt, dich mit der Person zu treffen, um ihr dann ungeduldig, angespannt und genervt gegenüber zu treten. Das reicht schon, wenn das bei dir unbewusst abläuft. Die andere Person wird das auch spüren und sich unbewusst schuldig dafür fühlen.

    5. Plane bewusst Pausen für dich – gönn dir was

    Denkst du dir jetzt «Die Anna spinnt doch, wie soll ich mir gerade jetzt Pausen gönnen?». Ich meine das ganz ernst. Du kannst dich nur dann um andere kümmern, wenn du dich zuerst um dich kümmerst. Und das bedeutet eben auch, dass du zwischen der x.ten Weihnachtsfeier und dem Geschenke kaufen und dem Plätzchen backen einfach mal etwas erdendes und ruhiges für dich tun solltest.

    Das kann ein Besuch beim Yoga, Pilates, Tai Chi, Qi Gong, etc. sein. Oder eine entspannende Massage. Ein Spa Besuch oder Hamam bieten sich auch an. Und für den kleinen Geldbeutel: ein gutes Buch, ein ruhiges Eck in deinem Lieblingscafe und ein Kaffee oder Tee. Mindestens 60 Minuten solltest du dir da schon Zeit für nehmen. Besser mehr, damit du wirklich wieder ein wenig «aufgeladen» bist.

    6. Finde ganz eigene Rituale – für eure Familie

    Nerven dich insgeheim manche der klassischen Weihnachtsrituale, die du übernommen hast? Stell doch mal ganz neue auf. Und wenn dir nichts einfällt, dann frag mal deine Kinder, die sind sicher total kreativ 😉

    Vielleicht bleibt ihr ab jetzt am 24.12. den ganzen Tag im Pyjama und schaut Weihnachtsfilme im Fernsehen (oder genau das Gegenteil von Weihnachtsfilmen auf Netflix, Prime und Co). Oder ihr backt die Plätzchen erst am 25.12. und dafür alle an einem Tag. Oder ihr versteckt die Geschenke im Haus. Oder ihr mistet am 25.12. immer euer Haus aus und bringt nach Weihnachten die Dinge zu Bedürftigen. Oder ihr macht das Familienweihnachtsessen als «jeder bringt was mit» Fest: so hat keiner alleine all den Aufwand und alle können sich mehr entspannen und feiern.

    Du hast bestimmt verstanden worum es geht… Überleg dir, was dir wichtig ist, was euch als Familie wichtig ist und dann macht einfach, was euch Freude macht.

    7. Stelle gemeinsame Erlebnisse über Konsumgüter

    Etwas, das ich nicht genug betonen kann. Ich weiss, dass dein Kind 100 000 Wünsche hat. Die Werbung tut ja auch ihr übriges… Das funktioniert eben.

    Nur eine Sache fällt mir immer wieder auf: gemeinsame Erlebnisse, bei denen wir als Erwachsene voll anwesend (Achtung Handy…) sind, geniessen die Kinder und auch wir Erwachsenen so viel mehr! Das ist auch etwas wovon wir länger zehren können. Denn gemeinsame Erlebnisse verbinden uns nachhaltig miteinander. Wir haben Erinnerungen an diese Erlebnisse und verbinden sie mit schönen Gefühlen.

    Und wie oft ist es so, dass die neu geschenkten Spielsachen nach spätestens 1 Tag im Eck liegen und nicht mehr beachtet werden? Da ist das Geld doch in Erlebnisse besser investiert 😉

    8. Lacht viel

    Wir Erwachsenen haben die Tendenz einfach zu häufig nur im Kopf und dabei viel zu ernst zu sein. Dabei ist Lachen so ein Wundermittel:

    • Lachen sorgt dafür, dass du tiefer atmet als sonst, was wiederum deinen ganzen Körper mit mehr Sauerstoff versorgt.
    • Deine Muskeln werden durchs Lachen entspannt.
    • Dein Herz und dein Kreislauf werden angeregt.
    • Lachen stoppt die Produktion von Stresshormonen.
    • Lachen fördert die Ausschüttung von Glückshormonen.
    • Lachen soll sogar die eigene Immunabwehr stärken.

    Auch dabei können wir wieder echt viel von unseren Kindern lernen, die so häufig lachend durch ihren Tag gehen.

    Probier es doch einfach mal aus: Lach doch mal in deinem Alltag, wenn etwas lustiges passiert. Manchmal bekommst du vielleicht eine überraschte Reaktion darauf doch in den häufigsten Fällen ist lachen einfach nur ansteckend.

    Gerade in der Vorweihnachtszeit kann dir Lachen deine Tage um so vieles leichter machen!

    9. Unperfekt ist das neue Perfekt

    Mut zur Lücke! Habe ich mir schon das ein oder andere Mal in der Schule gesagt. Und darum geht es auch bei deinem Haushalt…

    Gerade zur Weihnachtszeit rate ich dir: weniger ist mehr. Es ist voll ok, wenn Sachen kreuz und quer liegen. Du darfst nicht vergessen: ihr lebt im Winter auch mehr drinnen im Haus als im Sommer. Und das darf man auch sehen. Das Leben hinterlässt seine Spuren. Auch in eurem zuhause.

    Wenn ihr Gäste erwartet, dann sagt ihnen das einfach schon genau so vorab: hier leben Menschen und die hinterlassen Spuren. Es ist nichts perfekt bei uns und wir fühlen uns wohl.

    Und wenn dich ein Chaos wirklich nervt, dann erledigt das Aufräumen am besten gemeinsam mit Spass und Humor. Ihr könnt ein Spiel draus machen oder einen «Wer räumts schneller weg» oder was auch immer euch einfällt!

    10. Schau in die strahlenden Augen deiner Kinder – so oft wie möglich

    Weihnachtszeit ist irgendwie auch die Zeit der Wunder. Zumindest wenn man sich Kinder ansieht. Die strahlenden Lichter, die schon frühabends durch die dunklen Strassen leuchten. Der erste Schnee, der zumindest meistens ein paar Schneeflocken noch vor Weihnachten rieseln lässt. Oder einfach die ganzen Geschichte, die sich um das Christkind oder den Weihnachtsmann drehen. Sogar die biblische Erzählung von Jesus Geburt ist voller Wunder.

    Kinderaugen können dir deine Augen und dein Herz öffnen. Achte mal darauf und bade in dem Strahlen – so oft du kannst.

    Und falls du Schwierigkeiten mit dem «im Moment sein» hast, schau dir nochmal Punkt Nummer 1 an.

    Ich wünsche dir und deiner Familie eine wunderbare, wunderreiche und liebevolle Weihnachtszeit.

    Entscheide dich für den Genuss und gegen den Druck (den du dir selbst machst)!

    Alles Liebe,

               deine Anna

    PS: Gerne möchte ich dir noch mein neues Angebot vorstellen. Wenn du im Jahr 2020 die Weichen ganz neu stellen möchtest für dich und deine Familie, dann schau dir doch mal mein begeistert Mama Programm an. Hier steht deine Verbindung mit dir selbst im Vordergrund. Ausserdem lernst du dich abzugrenzen und beschäftigst dich mit deinen Stärken und deinen Wünschen.

    Bis zum 6.12.19 kannst du auch noch ordentlich sparen, denn dann gilt noch der Early Bird Preis und du bekommst das Programm für 250,- EUR weniger 🤩 (bietet sich auch gut an für vorgezogene Weihnachtsgeschenke).

    Anna Binic

    Anna Binic

    Ich bin leidenschaftliche Mama-Kind-Beziehungs-Versteherin und genau deswegen auch begeistert Mama Coach.

    Mit meinem Blog möchte ich dir als Mama dabei helfen, mehr über kindliche Entwicklung aus einer aktuellen psychologichen Perspektive zu erfahren und neue Lösungswege für deine Herausforderungen im Familienalltag zu erkennen. 

    Ich wünsche mir, dass jede Mama ihren Alltag intuitiver, empathischer und bewusster lebt und so ihren ganz eigenen Weg der intuitiv-liebevollen Begleitung mit ihren Kindern geht ❤️

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